Der Garten der schönen Lügen
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- Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 01. Juni 2011 13:38
ein Märchen für Erwachsene
Ritti Soncco: "Ich schrieb Der Garten der schönen Lügen um eine Welt zu erschaffen, die so voller Hoffnung und Schönheit ist, dass eine turbulente Liebe in ihr die Kraft findet um zu Überleben."
Der Garten der schönen Lügen (2008) erzählt die Liebesgeschichten zwischen zwei Frauen, die ihre Beziehung mit Wut und Bitterheit beenden. Im Glaube es sein allein ihre Schuld gewesen, beschliesst einer der Frauen sich vor der Realität, und vor sich selbst, zu verstecken. So verbirgt sie sich hinter der Lüge "ich werde mich nie ändern können". Sie verändert die Wahrnehmung auf ihre eigene Person, und somit bricht sie aus dieser Realität heraus und flüchtet in den Garten der schönen Lügen.
Aber die andere Frau beschliesst sie zu suchen, um herauszufinden ob sie ihrer Liebe eine zweite Chance geben können. Doch um sie zu finden, muss die Frau ebenfalls ihre Wahrnehmung verändern und sich hinter einer Lüge verbergen. Ihre Lüge ist: "ich suche Dich nicht."
Sie erwacht in dem Garten der schönen Lügen. In dieser Realität passt sich das Äußer der Menschen, ihre Lüge an. Dort ist sie nun ein Blatt, das vom Wind ziellos getragen wird. Doch sie weiß: der beste Weg die Liebe zu finden ist sie nicht zu suchen und so läßt sie sich vom Wind tragen. Während ihrer Reise erfährt sie, dass nichts in dem Garten so ist, wie es zu sein scheint. Hinter jedem Aspekt des Gartens verbirgt sich ein Mensch, der sich mit einer Lüge bedeckt hat. Sie freundet sich mit dem Mond an, dem Wind, den Bäumen und der Sonne. Sie erzählen ihr ihre Geschichten und wie sie ihren Weg in den Garten fanden. Sie haben alle für die Liebe gekämpft. Manche haben gewonnen, andere haben verloren.
Sie weiß, dass ihre Partnerin ein anderes Aussehen hat. Ihre neuen Freunde erzählen ihr: wenn es wahre Liebe ist, dann werden sogar ihre Lügen zusammenpassen. Doch es droht eine Gefahr, denn die, die zu lange im Garten verweilen, beginnen ihre Lügen zu glauben und verwandeln sich schließlich für immer in jene Lügen.
"Liebende finden sich nicht irgendwo. Sie waren schon immer ineinander." Jelal ad-Din Rumi
Der Garten der schönen Lügen wurde im Theater in der Westentasche in Ulm uraufgeführt. Schwarzlichtinstallationen des Künstlers Christoph Dannowski (link: www.myspace.com/noffi-art) sorgen für die Atmosphäre. Die Szene, indem das Blatt von einem Tornado durch die Luft gewirbelt wird, stellte Ritti Soncco am Trapez dar. Die Filmemacher Hannes Staudt und Sebastian Metzger bebilderten den Lauf der Zeit mit Videoprojektionen, und filmten die Feuerkünstlerin Jule Reichenbacher als Tornado.
"Ein Stück, dessen Dichte die ganze Aufmerksamkeit und das ganze Einfühlungsvermögen des Zuschauers verlangt, ein Stück aber auch, aus dem die Zuschauer Nachdenken mitnehmen, für Tage." Neu-Ulmer Zeitung
Projectionen: Hannes Staudt & Sebastian Metzger



